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    23. Oktober 2019, Lechwerke AG

    Auf dem Weg zur Smart City

    Das neue Angebot LEW Inno.Live macht die digitale Steuerung von kommunalen Abläufen möglich, bringt Einsparpotenziale und verbessert den Bürgerservice. Im Rahmen eines Pilotversuchs wurde es umfassend getestet.

    Auf dem Weg zur Smart City: neues Angebot LEW Inno.Live macht die digitale Steuerung von kommunalen Abläufen möglich
    Das Angebot LEW Inno.Live besteht unter anderem aus Sensoren, die erfassen können, ob Abfallbehälter voll sind. Diese Daten übermitteln sie an ein Gateway. Dieses wiederum überträgt die Informationen in eine zentrale Datenbank. In einem Online-Portal stehen die Informationen dann den Nutzern zur Verfügung und können über Smartphone, Tablet oder Computer abgerufen werden. (Quelle: LEW / Bernd Feil)

    Wie lassen sich kommunale Abläufe digital steuern? Mit dieser Frage haben sich die Lechwerke in ihrem Pilotversuch Inno.Live beschäftigt. Der Versuch, der in den Kommunen Königsbrunn, Stadtbergen und Denklingen lief, wurde nun erfolgreich abgeschlossen. Seit November 2018 hat LEW gemeinsam mit den Stadtverwaltungen Abläufe und Services intelligent vernetzt und digital gesteuert. Dadurch konnten die Kommunen ihre Arbeitsabläufe optimieren und den Bürgerservice verbessern.

    Angebot LEW Inno.Live

    Nach dem erfolgreichen Abschluss des Pilotversuchs steht LEW Inno.Live nun allen Kommunen zur Verfügung. „Unter dem Stichwort ‚Smart City‘ bietet die Digitalisierung den Städten und Gemeinden ganz neue Möglichkeiten. Wir sind überzeugt, dass smarte Lösungen nicht nur für Großstädte relevant sind, sondern auch dem ländlichen Raum Vorteile bieten. Mit LEW Inno.Live haben wir ein Angebot entwickelt, das genau hier ansetzt: Es bietet Städten und Gemeinden ganz neue Möglichkeiten, ihre Abläufe intelligent zu vernetzen und bringt sie einen großen Schritt näher in Richtung Smart City“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher.

    LEW Inno.Live besteht aus drei Komponenten: Sensoren, einem Funksystem und einer eigens entwickelte Datenbank. Die Sensoren können zum Beispiel erfassen, ob Abfallbehälter voll sind, erkennen Bewegungen oder messen Feuchtigkeit. Diese Daten übermitteln sie an ein sogenanntes LoRa®-Gateway* (LoRa - Long Range: große Reichweite). Dabei handelt es sich um ein besonders kostengünstiges und energiesparendes Funksystem mit einer Reichweite von rund drei Kilometern im städtischen Bereich. Über das Gateway werden die Daten in einem weiteren Schritt per Mobilfunk in eine zentrale Datenbank übertragen und dort aufbereitet. In einem Online-Portal stehen die Informationen den Nutzern zur Verfügung.

    Deutschlandweit einmaliges Angebot

    Deutschlandweit ist das LoRa®-Funksystem bereits an einigen Stellen im Einsatz. Allerdings wird es bislang kaum mit passenden Anwendungen kombiniert, wie es bei LEW der Fall ist. „Das Besondere an unserem Pilotversuch war, dass wir das Zusammenspiel von Sensoren, Gateway und Online-Portal, getestet haben. Bei unserem Produkt LEW Inno.Live profitieren die Kommunen nun von der Abbildung des gesamten Prozesses“, sagt Johannes Rieger, Produktmanager bei LEW Netzservice.

    „Unser Ziel ist es, das System an den jeweiligen Anwendungsfall optimal anzupassen. Deshalb beraten wir jede Kommune individuell“, so Rieger. Bei Interesse können sich Kommunen an die Experten von LEW Netzservice wenden, per Mail unter netzservice@lew.de oder telefonisch unter 0821-3284499. Weitere Infos unter: https://netzservice.lew.de/smart-city/innolive

    Aufbau des Pilotversuchs

    Das System hat sich im knapp einjährigen Pilotversuch bewährt. In den Pilotkommunen Königsbrunn und Stadtbergen hat LEW jeweils drei Gateways an Straßenlaternen angebracht und insgesamt 35 Sensoren für verschiedene Einsatzbereiche installiert. So erfassen Sensoren an Abfallbehältern, ob diese voll sind oder Tüten nachgefüllt werden müssen. In Blumenbeeten oder Pflanzkübeln messen Sensoren die Feuchtigkeit. In Stadtbergen wurden zudem rund 20 Straßenleuchten umgerüstet, die über das Funksystem gesteuert werden können.


    Ein weiterer Versuch im Rahmen von Inno.Live fand in Denklingen statt. Installiert wurden auch hier drei Gateways, die das Signal von 22 smarten Abfallbehältern empfangen. Denklingen lieferte aufgrund seiner speziellen Topographie nochmal besondere Erkenntnisse für den Pilotversuch. Hier wurde vor allem die Flächenabdeckung des Funksystems getestet.

    Arbeitsabläufe zielgerichtet steuern und die Umwelt schonen


    Die von den Sensoren erfassten und über die Gateways übermittelten Daten werden in der Datenbank verarbeitet und anschließend den Nutzern über ein mobilfähiges Online-Portal zur Verfügung gestellt. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltungen können diese Informationen abrufen und ihre Arbeitsabläufe zielgerichtet steuern sowie Fahrtrouten optimieren. Bei Abfallbehältern können beispielsweise Routineleerungen entfallen und überflüssige Behälter identifiziert werden. So lassen sich Kosten reduzieren, der Service für die Bürger verbessern und durch weniger Fahrten auch die Umwelt schonen. Das ermittelte Einsparpotenzial an Fahrten beträgt rund 30 Prozent. So kann auch die CO2-Bilanz einer Kommune verbessert werden.

    Nach erfolgreichem Abschluss bereits weitere Anwendungsfälle in Planung

    Die Ergebnisse des Pilotversuchs fallen positiv aus. Das Funksystem konnte unterbrechungsfrei betrieben werden. Die vorgesehenen Reichweiten und die Sendequalität blieben konstant. Auch die eigens entwickelte Datenbank läuft stabil. Die Sensoren übertrugen die Daten größtenteils sehr zuverlässig und auch die Steuerung der Straßenbeleuchtung funktionierte weitgehend reibungslos. Der Versuch hat auch gezeigt, dass alle eingesetzten Sensoren und Produkte mit den unterschiedlichen Witterungsverhältnissen gut zurechtkommen.

    „Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Pilotversuch haben wir genutzt, um das Produkt weiter zu optimieren. Auch aus den Pilotkommunen kamen viele wertvolle Vorschläge, die wir laufend umgesetzt haben“, sagt LEW-Projektleiter Christian Mayr.
    Darüber hinaus arbeitet LEW bereits an der Anbindung weiterer Sensoren, beispielsweise eines Grundwasserpegel-Sensors. Dieser könnte ebenfalls bei Kommunen oder an Wasserkraftwerken zum Einsatz kommen.

    Statements aus den Pilotkommunen

    Königsbrunns Erster Bürgermeister Franz Feigl: „Das Konzept von Inno.Live ist hier in Königsbrunn entwickelt worden. Da war es für uns keine Frage, dass wir für einen Pilotversuch zur Verfügung stehen. Das System hat sich bei uns bewährt und wir werden es künftig an vielen weiteren Stellen einsetzen, um unsere Abläufe und den Service für die Bürger weiter zu verbessern.“

    Stadtbergens Erster Bürgermeister Paulus Metz: „Als innovative Stadtverwaltung wollen wir die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, um unsere Abläufe weiter zu optimieren. Unsere Mitarbeiter können mit der neuen Technologie ihre Fahrten und Kontrollgänge noch effizienter steuern. Eine wichtige Rolle spielt für uns auch die CO2-Einsparung, durch die wir letztlich auch dem Klima und der Umwelt in der Stadt was Gutes tun.“

    Denklingens Erster Bürgermeister Andreas Braunegger: „Ich habe mich gefreut, dass Denklingen als dritte Kommune in den Pilotversuch aufgenommen wurde. Mit unseren vielen Hügeln und Tälern sowie den zwei ausgelagerten Ortsteilen konnten wir wertvolle Erkenntnisse zum Projekt beitragen. Die Flächenabdeckung des LoRa®-Netzes funktionierte auch bei uns reibungslos. Die Technologie ist kostengünstig und flexibel nutzbar und macht aus unserer Gemeinde eine kleine Smart City.“

    * LoRa® ist eine eingetragene Marke der Semtech Corporation, 200 Flynn Road Camarillo CA 93012, US. Weder die Lechwerke AG noch die LEW Netzservice GmbH stehen in einer rechtlichen Beziehung mit Semtech Corporation.

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