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      LEW-Jahresbilanz 2014

      11. März 2015, Lechwerke AG

      Höchste Investitionen der Unternehmensgeschichte – Lechwerke setzen Umbau des Energiesystems in der Region fort

       

      • Neue Energielösungen für Kunden entwickelt
      • Konstante Geschäftsentwicklung erwartet
      • Stabile politische Rahmenbedingungen gefordert

       

      Mit den höchsten Investitionen der Unternehmensgeschichte hat die Lechwerke AG das Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen. „Unser Auftrag ist die Gestaltung der Energiezukunft in Bayerisch-Schwaben“, sagte LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher heute bei der jährlichen Bilanzpressekonferenz in Augsburg. „Wir treiben den Umbau des Energiesystems in der Region mit Hochdruck voran. Mit unserer soliden wirtschaftlichen Basis verfügen wir über die dafür notwendigen Voraussetzungen.“

      Insgesamt hat die LEW-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 94 Millionen Euro investiert – 14 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der Großteil der Investitionen entfiel auf Ausbau und Erneuerung der Netzinfrastruktur in der Region. Das betriebliche Ergebnis der LEW-Gruppe lag mit 178 Millionen Euro rund 15 Prozent über dem Vorjahr. Wesentlicher Grund für den Anstieg ist ein hoher Einmalertrag aus der regulatorisch notwendigen Veräußerung des Höchstspannungsnetzes an Amprion. Dieses war bisher an den Übertragungsnetzbetreiber verpachtet. Der Umsatz der LEW-Gruppe lag mit 2,2 Milliarden Euro geringfügig unter dem des Vorjahres.

       

      Zuwächse bei Privatkunden

      Die Zahl der privaten Stromkunden konnte LEW im Geschäftsjahr 2014 in Summe steigern. Der gesamte Stromabsatz der LEW-Gruppe belief sich auf rund 13 Milliarden Kilowattstunden. Damit war im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Unter anderem machen sich der intensive Wettbewerb, Maßnahmen zur Energieeffizienz sowie der Trend zum Eigenverbrauch selbst erzeugten Stroms bemerkbar. Der Gasabsatz der LEW-Gruppe lag mit 788 Millionen Kilowattstunden unter dem Vorjahreswert: Während bei Geschäftskunden und Energieversorgungsunternehmen eine rückläufige Entwicklung zu verzeichnen war, stiegen im Gasvertrieb Kundenzahl und Absatz bei Privatkunden.

       

      Konstante Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr

      Der für die Dividende ausschlaggebende Jahresüberschuss der Lechwerke AG nach HGB lag mit 85 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahres. Entsprechend schlägt der Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 2,40 Euro je Stückaktie vor. Der im Dezember 2014 beschlossene Börsensegmentwechsel der Lechwerke AG wird Kosten und Verwaltungsaufwand reduzieren und bis zum 13. März 2015 vollzogen. Die Aktien der Lechwerke AG werden weiterhin an allen bisherigen Börsenplätzen handelbar sein. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die LEW-Gruppe mit einem leichten Anstieg des Umsatzes. Das betriebliche Ergebnis wird laut Prognose unter dem durch Sondereffekte geprägten betrieblichen Ergebnis des Jahres 2014 liegen. Angesichts einer konstanten Geschäftsentwicklung geht die Lechwerke AG von einer gleichbleibenden Dividende aus. Das Investitionsniveau der LEW-Gruppe soll auf weiterhin hohem Niveau bleiben.

       

      Weiterer Ausbau des regionalen Glasfasernetzes

      Die Investitionen in die Infrastruktur umfassen auch den weiteren Ausbau des eigenen Glasfasernetzes. In rund 50 Projekten erschließt das Tochterunternehmen LEW TelNet derzeit mit eigenen Mitteln Neubau- und Gewerbegebiete mit Glasfaserdirektanschlüssen bis in die Gebäude. Über das Glasfasernetz von LEW TelNet werden damit insgesamt rund 50.000 Privathaushalte, Gewerbetreibende und Unternehmen erreicht. Auch im Rahmen des laufenden Förderprogramms des Freistaats Bayern treibt das Unternehmen den Breitbandausbau in der Region weiter voran und setzt weitere Breitbandprojekte in Kommunen um.

       

      Portfolio um neue Produktlinien erweitert

      „Unsere Kunden wollen von den Chancen der Energiewende profitieren. Wir haben dafür die richtigen Lösungen – sowohl für Privatkunden als auch für kleine Betriebe und große Industrieunternehmen“, sagte LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. So hat LEW das Angebot für Privatkunden im vergangenen Jahr um Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher erweitert. Beide Produkte können über eigene Online-Plattformen auf den individuellen Bedarf hin geplant und bestellt werden. LEW arbeitet dabei mit regionalen Handwerksbetrieben zusammen. „Sowohl unsere Online-Services als auch unsere Präsenz vor Ort bauen wir, abgestimmt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden, weiter aus“, sagte Schürmann.

      Ein wichtiger Baustein eines dezentral organisierten Energiesystems ist Regelenergie: Sie dient dem Ausgleich schwankender Erzeugung aus erneuerbaren Energien. Die LEW-Gruppe ist seit 2007 in diesem Geschäftsfeld aktiv und vermarktet Regelenergie über einen Pool, an dem sich auch Betreiber kleinerer Anlagen beteiligen können. Mittlerweile kann der Pool bereits Anlagen mit einer Leistung ab 300 Kilowatt vermarkten und umfasst eine Kapazität von 600 Megawatt.

       

      LEW treibt Innovationsprojekte weiter

      In einer Reihe von Innovationsprojekten untersucht LEW in der Praxis, wie neue Technologien den Umbau des Energiesystems in der Region unterstützen. Eine Schlüsselposition nimmt dabei das Projekt „Smart Operator – das intelligente Stromnetz“ ein. Das Vorzeigeprojekt verbindet verschiedene intelligente Bausteine zum Stromnetz der Zukunft und ist im Juli 2014 in Betrieb gegangen. Die Praxisphase läuft bis Ende dieses Jahres. Ein anderes Projekt, mit dem Energiezukunft erlebbar wird, ist das „Visioneum Energie+“ – ein gemeinsames Vorhaben von LEW mit der Stadt Königsbrunn und der Hochschule Augsburg. Das öffentlich zugängliche Haus wird zukunftsweisende Gebäudetechnik und Lösungen für energieeffizientes Wohnen miteinander verknüpfen. Im Februar dieses Jahres wurden die Verträge zur Umsetzung des auf 15 Jahre angesetzten Leuchtturmprojekts unterzeichnet. Im Geschäftsjahr 2014 gestartet ist das E-Mobility-Forschungsprojekt „ePlanB“ zu klimafreundlichem Pendlerverkehr und intelligentem Lademanagement in Buchloe. Die Projektziele: effizientere Nutzung vorhandener Netzstrukturen und optimale Ausschöpfung des Potenzials erneuerbarer Energien.

       

      Nachhaltiger Betrieb der Wasserkraftwerke

      Die Stromerzeugung in den eigenen und vertraglich gebundenen Wasserkraftwerken der LEW-Gruppe war 2014 durch eine insgesamt geringere Wasserführung geprägt: Sie lag bei rund 88 Prozent des langjährigen Mittels. Gesunkene Preise an den Großhandelsmärkten wirkten sich auf die Erlöse der Vermarktung des erzeugten Stroms aus. Mit der gemeinsam mit dem Bayerischen Umweltministerium verabschiedeten Iller-Strategie und der Inbetriebnahme mehrerer Fischwanderhilfen an der Wertach hat LEW die Strategie einer nachhaltigen Nutzung der Wasserkraft weiter vorangetrieben.

       

      Regionale Wertschöpfung im Fokus

      Das hohe Investitionsbudget der LEW-Gruppe setzt positive Impulse für die heimische Wirtschaft: 2014 erreichten die Aufträge der LEW-Gruppe an Betriebe aus der Region ein Volumen von 64 Millionen Euro. Rund 137 Millionen Euro hat LEW 2014 als Löhne, Gehälter und Renten gezahlt. Der eigene Personalstand der LEW-Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2014 leicht erhöht: Umgerechnet auf Vollzeitstellen beschäftigt LEW zum Stichtag 31. Dezember 2014 1.762 Mitarbeiter. 93 junge Menschen absolvieren ihre Ausbildung in der LEW-Gruppe.

      Einen Appell richtete LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher an die Politik: „In vielen Bereichen befindet sich die Region auf einem guten Weg in die Energiezukunft. Die Lechwerke selbst sind dabei Motor dieser Entwicklung. Für den weiteren Weg und die wichtige Planungssicherheit für alle Akteure sind nun klare politische Rahmenbedingungen notwendig. Es geht nicht um ein ‚Entweder-oder‘, sondern um ein Gesamtpaket zur Umsetzung eines klimafreundlichen, effizienten und sicheren Energiesystems, das von einer breiten Mehrheit gestützt wird.“

       

      Zukunftsbezogene Aussagen:

      Diese Presseinformation enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Lechwerke AG und ihrer Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die das Unternehmen auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen hat. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen.

       

      Die LEW-Gruppe ist als regionaler Energieversorger in Bayern und Teilen Baden-Württembergs tätig und beschäftigt mehr als 1.700 Mitarbeiter. LEW versorgt Privat-, Gewerbe-, und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom und Gas und bietet ein breites Angebot an Energielösungen. Die LEW-Gruppe betreibt das Stromverteilnetz in der Region und ist mit 35 Wasserkraftwerken einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern. Außerdem bietet LEW Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung und Telekommunikation an. Die Lechwerke AG (LEW) gehört zur RWE-Gruppe.

       

      Vorschlag Bildunterschrift: Die LEW-Vorstände Dr. Markus Litpher (l.) und Norbert Schürmann (r.) bei der Vorstellung der Bilanz für das Geschäftsjahr 2014.

      Bildnachweis: LEW/Bleier