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    10. Oktober 2019, Lechwerke AG

    Bad Grönenbach und LEW realisieren klimafreundliche Wärmeversorgung

     

    Die Wärmeversorgung des Neubaugebiets an der Ringeisenstraße kombiniert Erdwärmesonden mit Wärmepumpen. Entwickelt wurde das innovative Konzept von LEW. Nun haben die Bohrungen für die Wärmesonden begonnen.

    Symbolischer Spatenstich für eine klimafreundliche Nahwärmeversorgung (v.l.): LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann, Bad Grönenbachs Bürgermeister Berhard Kerler und Christoph Knepel, Prokurist BauGrund Süd.
    Symbolischer Spatenstich für eine klimafreundliche Nahwärmeversorgung (v.l.): LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann, Bad Grönenbachs Bürgermeister Berhard Kerler und Christoph Knepel, Geschäftsleitungsmitglied BauGrund Süd. (Quelle: LEW / Bernd Feil)

    Bad Grönenbachs Bürgermeister Bernhard Kerler hat diese Woche gemeinsam mit LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann den Startschuss für die Realisierung einer klimafreundlichen Nahwärmeversorgung gegeben. Im Neubaugebiet an der Ringeisenstraße werden 30 Wohneinheiten zukünftig mit Erdwärme beheizt. Die Bohrungen für den Einbau der dafür notwendigen Wärmesonden haben Anfang der Woche begonnen. Die Lechwerke (LEW) haben das in der Region einzigartige Konzept gemeinsam mit der Marktgemeinde Bad Grönenbach entwickelt. Es setzt auf eine Kombination aus Wärmesonden und Wärmepumpen. Das Besondere daran: Alle 30 Wohneinheiten werden bereits bei der Erschließung der Grundstücke mit Wärmesonden ausgerüstet. Die Kosten dafür trägt die Marktgemeinde.

    Zukunftsweisende Wärmeversorgung

    Bernhard Kerler, Bürgermeister der Marktgemeinde Bad Grönenbach, sagte bei der Baustellenbesichtigung: „Mit diesem innovativen Nahwärmekonzept setzen wir ein Zeichen für den Klimaschutz. Bad Grönenbach geht hier neue Wege und bietet den Bauherren eine ökologisch und finanziell attraktive Möglichkeit der Wärmeversorgung. Wir freuen uns, dass wir mit unserem Partner LEW dieses zukunftsweisende Konzept realisieren können.“

    LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann sagte: „Die Wärmewende ist eine der vordringlichsten Aufgaben für einen wirksamen Klimaschutz. LEW fördert seit vielen Jahren die hocheffiziente Wärmepumpentechnologie in der Region und bringt damit die Energiewende in die Haushalte. Möglich geworden ist dieses Konzept durch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde. Bad Grönenbach leistet hier Vorbildliches.“

    Wärmepumpen nutzen Erdwärme

    Als Wärmequelle dienen sogenannte Erdsonden, die in bis zu 136 Meter Tiefe eingebaut werden. Jede Sonde besteht aus mehreren Rohrleitungen, in denen ein Wasser-Glykol-Gemisch zirkuliert, das dem Erdreich Wärme entzieht. Über den Wärmetauscher der im Haus installierten Wärmepumpe wird die Wärme entnommen, die für die Beheizung der Häuser zum Beispiel mit Fußbodenheizungen verwendet wird. Um die kostenlose Umweltwärme nutzbar zu machen, benötigen die Wärmepumpen lediglich einen kleinen Anteil Strom. LEW-Experte Ulrich Haselbeck: „Damit sparen wir im Neubaugebiet jährlich ca. 98,5 Tonnen CO2 im Vergleich zu Gasbrennwertheizungen mit Solarthermie-Anlagen ein. Das entspricht dem CO2–Ausstoß eines Kleinwagens auf einer Strecke von über 800.000 Kilometern. Im Vergleich zu Ölbrennwertheizungen sparen wir sogar über 140 Tonnen CO2 pro Jahr ein.“ Nutzt man für den Betrieb der Wärmepumpe Ökostrom ist die Wärmeversorgung CO2-frei. Das System kann zudem nicht nur für das Heizen, sondern im Sommer auch für das Kühlen der Häuser und Wohnungen genutzt werden.

    Gemeinsame Erschließung bietet Bauherren Vorteile

    Für die Bauherren zahlt sich diese Form der Nahwärmeversorgung nicht nur in dauerhaft niedrigen Betriebskosten aus. Da die Bohrungen für alle Grundstücke gemeinsam durchgeführt werden, sind auch die Erschließungskosten deutlich niedriger als bei Einzelanlagen. Ulrich Haselbeck von LEW: „Wir brauchen nur einen Genehmigungsvorgang und müssen die Maschinen für die Bohrungen nur einmal organisieren. Da die Marktgemeinde die Anschlüsse auch noch fördert, ist die Wärmegewinnung sehr günstig.“

    Vor dem Beginn der Arbeiten erfolgten Probebohrungen, um sicherzustellen, dass die Gesteinsschichten für die Gewinnung von Erdwärme geeignet sind. Da das Grundwasser um Bad Grönenbach vergleichsweise tief fließt und die Gesteinsschichten Bohrungen zulassen, stand einer Genehmigung durch das Wasserwirtschaftsamt Kempten nichts im Wege.

    Aktuell laufen voraussichtlich noch bis Mitte Oktober die Arbeiten für die Bohrung der Erdsonden. Die meisten Bauherren haben sich bereits entschieden, die Wärmeversorgung mit Erdwärme in Anspruch nehmen. LEW berät zusammen mit seinem Projektpartner BauGrund Süd die Bauherren bei der richtigen Dimensionierung der Wärmepumpenheizung.

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