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      03. September 2018, LEW Verteilnetz GmbH

      Umspannanlage Woringen geht in Betrieb

      wichtiger Verknüpfungspunkt zwischen europäischem Übertragungsnetz und regionalem Verteilnetz – Projektpartner Amprion und LEW Verteilnetz investieren rund 25 Millionen Euro in Baustein zukunftssicherer Stromversorgung im Allgäu – mehr als 200 Besucher beim Tag der offenen Tür

       

      Nach anderthalbjähriger Bauzeit ist das im Landkreis Unterallgäu, südlich von Memmingen gelegene Umspannwerk Woringen fertiggestellt und geht nun in Betrieb. 

      Sie eröffneten das Umspannwerk am Samstag symbolisch (v.l.n.r.): Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder, Amprion-Projektleiter Jürgen Schuder, Dr. Stefan Winter, stellvertretender Landrat das Landkreises Unterallgäu, Landtagsabgeordneter Leopold Herz, LVN-Projektleiter Andreas Liebau, LVN-Geschäftsführer Theo Schmidtner, Lachens Bügermeister Josef Diebolder, Berthold Pilz, Leiter Betrieb bei Amprion, Woringens Bürgermeister Volker Müller und LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann.
      Sie eröffneten das Umspannwerk am Samstag symbolisch (v.l.n.r.): Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder, Amprion-Projektleiter Jürgen Schuder, Dr. Stefan Winter, stellvertretender Landrat das Landkreises Unterallgäu, Landtagsabgeordneter Leopold Herz, LVN-Projektleiter Andreas Liebau, LVN-Geschäftsführer Theo Schmidtner, Lachens Bügermeister Josef Diebolder, Berthold Pilz, Leiter Betrieb bei Amprion, Woringens Bürgermeister Volker Müller und LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. (Quelle: LEW/ Thorsten Franzisi)
      Mehr als 200 Bürger, die meisten kamen aus den Gemeinden Woringen und Lachen, nutzen die Möglichkeit, das Umspannwerk beim Tag der offenen Tür zu besichtigen.
      Mehr als 200 Bürger, die meisten kamen aus den Gemeinden Woringen und Lachen, nutzen die Möglichkeit, das Umspannwerk beim Tag der offenen Tür zu besichtigen. (Quelle: LEW/ Thorsten Franzisi)
      Der Tag der offenen Tür fand noch vor der technischen Inbetriebnahme des Umspannwerks statt, so konnten die Besucher bei Führungen über das gesamte Gelände geleitet werden.
      Der Tag der offenen Tür fand noch vor der technischen Inbetriebnahme des Umspannwerks statt, so konnten die Besucher bei Führungen über das gesamte Gelände geleitet werden. (Quelle: LEW/ Thorsten Franzisi)
      Das neue Umspannwerk in Woringen liegt zwischen der Bahnlinie Memmingen – Kempten und der Autobahn A7. In unmittelbarer Nähe befinden sich bereits eine 380-kV-Freileitung von Amprion und 110-kV-Leitungen von LVN. So wird die bestehende Infrastruktur optimal genutzt und es war kaum zusätzlicher Leitungsneubau erforderlich.
      Das neue Umspannwerk in Woringen liegt zwischen der Bahnlinie Memmingen – Kempten und der Autobahn A7. In unmittelbarer Nähe befinden sich bereits eine 380-kV-Freileitung von Amprion und 110-kV-Leitungen von LVN. So wird die bestehende Infrastruktur optimal genutzt und es war kaum zusätzlicher Leitungsneubau erforderlich. (Quelle: LEW)

      Das Umspannwerk ist ein gemeinsames Projekt der LEW Verteilnetz GmbH (LVN), dem regionalen Verteilnetzbetreiber, und des für Bayerisch Schwaben zuständigen Übertragungsnetzbetreibers Amprion GmbH. Die Anlage verbindet das europäische Höchstspannungsnetz (380/220 kV) mit dem regionalen Verteilnetz (110 kV). Vor der technischen Inbetriebnahme fand am Samstag, den 1. September, ein Tag der offenen Tür auf dem neuen Gelände statt: Bei der Veranstaltung konnten sich Gäste aus der Politik und aus der Nachbarschaft über das Vorhaben informieren und an Rundgängen über das Gelände teilnehmen. Mehr als 200 Bürger, die meisten aus Woringen und Lachen, nahmen an der Veranstaltung teil.

       

      Die neue Umspannanlage ist ein wichtiger Baustein für die zukunftssichere Stromversorgung der Region. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der Energiewende wichtig: Denn Deutschland und der Freistaat Bayern haben ehrgeizige Ziele für den Klimaschutz formuliert und wollen den Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromversorgung weiter ausbauen. „Schon heute decken im LVN-Netz die Erneuerbaren rein rechnerisch zu drei Viertel den Stromverbrauch aller angeschlossenen Netzkunden ab. Das ist ein enormer Wert, weit über dem Bundesdurchschnitt. Das stellt jedoch schon heute sehr hohe Anforderungen an unsere Netze – denn zum Beispiel die Photovoltaik steht nicht genau dann zur Verfügung, wenn wir sie hier brauchen, sondern wenn die Sonne scheint. Deshalb ist eine leistungsfähige Infrastruktur so wichtig“, erklärt LVN-Geschäftsführer Theo Schmidtner. „Das Umspannwerk Woringen ist hier ein wichtiger Baustein.“

       

      Wichtiges Drehkreuz im Stromnetz

      „Wir machen die Netze ‚fit‘ für die Energiewende“, sagt Berthold Pilz, Leiter Betrieb bei Amprion. „Strom wird heute nicht mehr nur aus den überregionalen Übertragungsnetzen in die regionalen Verteilnetze gespeist, sondern immer öfter auch in umgekehrter Richtung: Die Übertragungsnetze transportieren dann den überschüssigen Strom aus Photovoltaik oder Windkraft dorthin, wo die Energie benötigt wird. Anlagen wie hier in Woringen sind die wichtige Drehkreuze in unserem Stromnetz.“

       

      Das Verteilnetz im Unterallgäu ist bisher über eine 220-kV-Einspeisestelle in Memmingen an das Übertragungsnetz angebunden. Diese Einspeisestelle wird im Zuge der europaweiten Standardisierung der Spannungsebenen und des damit verbundenen Rückbaus des 220-kV-Netzes außer Betrieb genommen. Das neue Umspannwerk in Woringen löst diese Einspeisestelle ab und verbindet nun die überregionale 380-kV und die regionale 110-kV-Spannungsebene direkt miteinander. Es besteht aus je einem Anlagenteil für die Hochspannung (110 kV), den LVN verantwortet und betreibt, sowie einem Anlagenteil für die Höchstspannung (380 kV) im Betrieb von Amprion. Ein Transformator wandelt die Spannung für die jeweilige Ebene um. Er bildet das Herzstück der Anlage. Mit einer Leistung von 350 Megavoltampere kann der Transformator rund ein Sechstel der Höchstlast des LVN-Netzes in Bayerisch Schwaben.

       

      Auf einen Blick: Basisdaten zum Umspannwerk

      • Fläche der Anlage: rund 4 Hektar
      • Herzstück des Umspannwerks ist der Transformator. Weitere wichtige elektrische Betriebsmittel sind u.a. Sammelschienen und Leitungsfelder. Zudem zählen  Betriebs- und Technikgebäude zur Anlage.
      • Kennzahlen zum Transformator:
        - Leistung: 350 Megavoltampere
        - Gesamtgewicht: 469 Tonnen
        - 19,7 Meter lang, 10,7 Meter hoch, 11 Meter breit
      • Das Umspannwerk versorgt die Haushalte in einem  Umkreis von etwa 50 km um Memmingen.
      • Projektkosten: ca. 25 Millionen Euro
      • Gesamtbauzeit: eineinhalb Jahre

      Das neue Umspannwerk in Woringen liegt zwischen der Bahnlinie Memmingen – Kempten und der Autobahn A7. In unmittelbarer Nähe befinden sich bereits eine 380-kV-Freileitung von Amprion und 110-kV-Leitungen von LVN. So wird die bestehende Infrastruktur optimal genutzt und es war kaum zusätzlicher Leitungsneubau erforderlich. Eingriffe in Umwelt und Natur konnten dadurch minimiert werden.

       

      Weitere Informationen zu diesem und anderen Vorhaben  finden Sie unter www.lew-verteilnetz.de/projekte und netzausbau.amprion.net.

       

      So funktioniert das Stromnetz in Deutschland

      Das deutsche Stromnetz ist unterteilt in Übertragungsnetze (Höchstspannung) und Verteilnetze (Hochspannung, Mittelspannung und Niederspannung).

      Das Übertragungsnetz bildet das Rückgrat der Stromversorgung. Strom auf den Spannungsebenen von 380 und 220 Kilovolt werden so übertragen – oft über längere Strecken. 
      Hochspannung (110 kV) im regionalen Verteilnetz: Hochspannungsnetze übernehmen die regionale Verteilung von Strom. Sie verbinden wichtige Netzknotenpunkte in einer Region, etwa Ballungszentren oder sehr große Industriebetriebe.
      Mittelspannung (10 kV bzw. 20 kV) im regionalen Verteilnetz: Mittelspannungsnetze verbinden die kleineren Ortschaften. Auf dieser Spannungsebene erfolgt die Versorgung von Industrie- und größeren Gewerbebetrieben.
      Niederspannung (230 V bzw. 400 V) im lokalen Verteilnetz: Niederspannungsnetze sind für die Feinverteilung von Strom zuständig. Private Haushalte, kleinere Industriebetriebe, Gewerbe und Verwaltung beziehen hierüber ihren Strom. Die Niederspannung entspricht damit dem „Strom aus der Steckdose“.
      Umspannwerke beziehungsweise die Ortsnetzstationen und Trafohäuschen bilden die Verbindung zwischen den Spannungsebenen. Sie machen den Strom für die jeweilige Spannungsebene „kompatibel“, indem sie die Spannung hoch- bzw. heruntersetzen.

       

      Über Amprion
      Die Amprion GmbH ist ein führender Übertragungsnetzbetreiber in Europa und betreibt mit 11.000 Kilometern das längste Höchstspannungsnetz in Deutschland. Von Niedersachsen bis zu den Alpen werden mehr als 29 Millionen Menschen über das Amprion-Netz versorgt.

       

      Über LVN
      Die LEW Verteilnetz GmbH sorgt als regionaler Verteilnetzbetreiber für einen zuverlässigen und sicheren Betrieb des Stromnetzes und gewährleistet einen diskriminierungsfreien Netzzugang. Das Netzgebiet der LEW Verteilnetz GmbH umfasst Bayerisch-Schwaben sowie Teile Oberbayerns. Die LEW Verteilnetz GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Lechwerke AG (LEW). Weitere Informationen unter www.lew-verteilnetz.de.

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