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      20. März 2020, Lechwerke AG

      Refugium für Flora und Fauna

       

      Lechwerke nehmen in Gersthofen Photovoltaik-Anlage mit innovativem Gestaltungs- und Pflegekonzept in Betrieb

      • Modularer Aufbau minimiert Landschaftseingriffe
      • Langfristiger Schutz wertvoller Lebensräume für Tiere und Pflanzen
      • 800.000 kWh klimafreundlicher Sonnenstrom pro Jahr

      Sonnenstrom und Umweltschutz: Beim neuen LEW-Solarpark in Gersthofen kommt ein innovatives Gestaltungs- und Pflegekonzept zum Einsatz.
      Der neue LEW-Solarpark in Gersthofen besteht aus vier Modulfeldern und fügt sich so schonend in die bestehende Landschaft ein. (Quelle: LEW)

      Die Lechwerke (LEW) haben im Norden von Gersthofen einen weiteren Solarpark mit einer Leistung von rund 750 Kilowatt peak (kWp) errichtet. Die Anlage besteht aus vier Modulfeldern verteilt auf einer Gesamtfläche von rund 30.000 Quadratmetern. Sie befindet sich auf einem Grundstück von LEW zwischen der Bundesstraße 2, der Industriebahnlinie und dem Lechkanal. Einen vergleichbar leistungsstarken Solarpark hat LEW bereits auf dem Areal des Wasserkraftwerks in Gersthofen errichtet. Neben der CO2-freien Stromerzeugung zeichnet sich die neue Anlage durch ein innovatives Gestaltungs- und Pflegekonzept aus. Dieses entwickelte LEW zusammen mit Biologen, Landschaftsplanern und der unteren Naturschutzbehörde.

      Ökologisch wertvolle Flächen

      Das Grundstück ist durch mehrere Hecken- und Bauminseln und dazwischenliegende Wiesen, unter anderem Magerrasenflächen, landschaftlich vielfältig und ökologisch wertvoll. „Hier sind viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Darunter auch seltene Arten wie das Wald-Wiesenvögelchen – eine bedrohte Schmetterlingsart“, erklärt Sigrid del Rio, Projektleiterin bei LEW. Das habe man bei einem aufwendigen Kartierungsverfahren der auf dem Grundstück beheimateten Arten herausgefunden. Ziel sei es deshalb gewesen, die Solaranlage möglichst schonend in das Landschaftsbild zu integrieren und wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna zu bewahren.

      Gestaltungs- und Pflegekonzept erhält Lebensräume

      Dies gelingt zum einen durch den modularen Aufbau der Anlage aus vier Modulfeldern, anstelle eines einzigen großen Felds. „Vereinfacht gesagt: nur dort, wo Platz war, keine geschützte Arten leben und wenig oder keine Verschattung zu erwarten ist, haben wir Module aufgestellt. So haben wir die Struktur des Geländes nicht verändert“, sagt del Rio. In den Heckenbereichen finden Vögel und Kleintiere Nist- und Brutplätze sowie ein vielseitiges Nahrungsangebot. Die erhaltenen Magerwiesen sind vor allem für Insekten attraktiv. Diese wertvollen Habitate werden mithilfe eines in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde entwickelten Pflegekonzepts auch weiterhin geschützt. Durch die vorgesehene regelmäßige Mahd der Magerwiesen werden diese etwa vor Verbuschung bewahrt. So können die dort vorkommenden Blumen und Kräuter weiterwachsen – als Lebensgrundlage für Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und viele weitere Insekten. Besonders schonend soll die Pflege künftig durch eine Schafherde erfolgen. Damit könnte die Fläche eine dreifache Nutzung erweisen: Erzeugung von erneuerbarem Strom, Naturschutz und landwirtschaftliche Nutzung.

      Die Umzäunung des Geländes dient außerdem als Schutzbarriere. Gerade gefährdete Arten benötigen behütete Räume. Kleinere Wildtiere können weiterhin auf das Gelände, da der Zaun einen kleinen Abstand zum Boden hat, um diese Durchgängigkeit zu gewährleisten. Außerhalb des Zauns wurden große Heckenbereiche belassen, die den drum herum lebenden Tieren als Nahrungsquelle und Versteck dienen. Diese werden noch durch weitere Gehölzen ergänzt, die in nächster Zeit gepflanzt werden.

      „Das Projekt zeigt, dass klimafreundliche Energiezeugung und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Diesen Ansatz wollen wir weiterentwickeln“, so del Rio.

      Rekordjahr für Solarstromerzeugung in der Region

      Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist Grundvoraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Bayerisch-Schwaben zeigt sich als Vorreiterregion im Bereich Photovoltaik. Im Jahr 2019 erzeugten die rund 76.000 ans LEW-Netz angeschlossenen Anlagen 1,7 Milliarden Kilowattstunden Strom. Ein neuer Rekordwert, der auf den fortschreitenden Anlagenzubau im Netzgebiet zurückzuführen ist. Auch LEW baut die klimaneutrale Solarstromerzeugung kontinuierlich aus. In den letzten zwei Jahren konnte die Anzahl eigener PV-Anlagen mehr als verdreifacht werden. Ein Trend, den man auch 2020 mit mehreren Solarprojekten fortsetzen möchte: „Bis Jahresende soll die installierte Leistung der LEW-eigenen Anlagen auf 9,6 Megawatt ansteigen“, so del Rio. 

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