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    04. November 2019, Lechwerke AG

    Denklingen auf dem Weg zur smarten Kommune

    Die Gemeinde nutzt als eine der ersten das neue Angebot LEW Inno.Live und steuert damit kommunale Abläufe digital.

    Kommunale Abläufe übers Tablet steuern: LEW-Projektleiter Christian Mayr (links) und Denklingens Erster Bürgermeister Andreas Braunegger präsentieren die intelligente Technik, die in der Gemeinde seit kurzem zum Einsatz kommt.
    Kommunale Abläufe übers Tablet steuern: LEW-Projektleiter Christian Mayr (links) und Denklingens Erster Bürgermeister Andreas Braunegger präsentieren die intelligente Technik, die in der Gemeinde seit kurzem zum Einsatz kommt. (Quelle: LEW / Julian Leitenstorfer)


    Als eine der ersten Gemeinde nutzt Denklingen seit kurzem das neue Angebot „LEW Inno.Live“ und geht damit erste Schritte Richtung smarte Kommune. Bestimmte kommunale Abläufe und Services werden dabei intelligent vernetzt und digital gesteuert. Dadurch kann die Kommune ihre Arbeitsabläufe optimieren und den Bürgerservice verbessern.

    Das Angebot LEW Inno.Live besteht aus drei Komponenten: Sensoren, einem Funksystem und einer eigens entwickelte Datenbank. Die Sensoren können zum Beispiel erfassen, ob Abfallbehälter voll sind, erkennen Bewegungen oder messen Feuchtigkeit. Im ersten Schritt hat die Gemeinde Denklingen ihr Abfallsystem auf intelligente Technik umgestellt: 22 Abfallbehälter sind nun mit Sensoren ausgestattet, die messen, ob die Behälter voll sind oder Tüten nachgefüllt werden müssen. Diese Daten übermitteln sie an ein sogenanntes LoRa®-Gateway* (LoRa - Long Range: große Reichweite). Dabei handelt es sich um ein besonders kostengünstiges und energiesparendes Funksystem mit einer Reichweite von rund drei Kilometern im städtischen Bereich. Über das Gateway werden die Daten in einem weiteren Schritt per Mobilfunk in eine zentrale Datenbank übermittelt und dort aufbereitet. In einem mobilfähigen Online-Portal stehen die Informationen den Nutzern zur Verfügung.

    Arbeitsabläufe zielgerichtet steuern und die Umwelt schonen

    Die Mitarbeiter der Gemeinde können diese Informationen abrufen und ihre Arbeitsabläufe zielgerichtet steuern sowie Fahrtrouten optimieren. Bei den Abfallbehältern können beispielsweise Routineleerungen entfallen und überflüssige Behälter identifiziert werden. So lassen sich Kosten reduzieren, der Service für die Bürger verbessern und durch weniger Fahrten auch die Umwelt schonen. Das ermittelte Einsparpotenzial an Fahrten beträgt rund 30 Prozent. So kann auch die CO2-Bilanz einer Kommune verbessert werden.

    Denklingen war Teil des Pilotversuchs

    LEW hat das neue Angebot im Rahmen eines Pilotversuchs umfassend getestet. Neben den Städten Königsbrunn und Stadtbergen war auch Denklingen Teil dieses Versuchs, der Ende September erfolgreich abgeschlossen wurde. Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Pilotversuch hat LEW genutzt, um das Produkt weiter zu optimieren.

    „Ich habe mich gefreut, dass Denklingen Teil des Pilotversuchs war. Mit unseren vielen Hügeln und Tälern sowie den zwei ausgelagerten Ortsteilen konnten wir wertvolle Erkenntnisse zum Projekt beitragen“, sagt Denklingens Erster Bürgermeister Andreas Braunegger. „Die Technologie hat sich für uns bewährt: Sie ist kostengünstig und flexibel nutzbar und macht aus unserer Gemeinde eine kleine Smart City. Wir können uns gut vorstellen, die digitale Technik auch in weiteren Anwendungsfeldern einzusetzen.“

    LEW arbeitet bereits an der Anbindung weiterer Sensoren, beispielsweise eines Grundwasserpegel-Sensors. Dieser könnte ebenfalls bei Kommunen oder an Wasserkraftwerken zum Einsatz kommen.

    Deutschlandweit einmaliges Angebot

    Deutschlandweit ist das LoRa®-Funksystem bereits an einigen Stellen im Einsatz. Allerdings wird es bislang kaum mit passenden Anwendungen kombiniert, wie es bei LEW der Fall ist. „Das Besondere an unserem Pilotversuch war, dass wir das Zusammenspiel von Sensoren, Gateway und Online-Portal, getestet haben. Bei LEW Inno.Live profitieren die Kommunen nun von der Abbildung des gesamten Prozesses“, sagt Projektleiter Christian Mayr. „Wir zeigen damit, dass smarte Lösungen nicht nur für Großstädte relevant sind, sondern auch dem ländlichen Raum Vorteile bieten.“

    Nach dem erfolgreichen Abschluss des Pilotversuchs steht LEW Inno.Live nun allen Kommunen zur Verfügung. Bei Interesse können sich Kommunen an die Experten von LEW Netzservice wenden, per Mail unter netzservice@lew.de oder telefonisch unter 0821-3284499. Weitere Infos unter: https://netzservice.lew.de/smart-city/innolive

     

    * LoRa® ist eine eingetragene Marke der Semtech Corporation, 200 Flynn Road Camarillo CA 93012, US. Weder die Lechwerke AG noch die LEW Netzservice GmbH stehen in einer rechtlichen Beziehung mit Semtech Corporation.

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