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    05. September 2016, Lechwerke AG

    Kräfte bündeln: LEW erschließt mit virtuellem Kraftwerk Regelenergiemarkt für Biogasanlagen

    Flexibilität lohnt sich jetzt auch für Betreiber von Biogasanlagen. Sie können zusätzliche Rendite erwirtschaften, wenn sie einen Teil ihrer Erzeugungskapazität flexibel zur Verfügung stellen. Durch eine Anbindung ihrer Anlage an das LEW Flex-Kraftwerk können sie ihre Erzeugungsleistung nun am Regelenergiemarkt anbieten.

    Betreiber von Biogasanlagen können durch das LEW Flex-Kraftwerk zusätzliche Rendite erwirtschaften.
    Betreiber von Biogasanlagen können durch das LEW Flex-Kraftwerk zusätzliche Rendite erwirtschaften. (Quelle: LEW / Hochgemuth)

    Dabei ist es für die Betreiber von Biogasanlagen ganz einfach, sich am LEW Flex-Kraftwerk zu beteiligen: Die Experten der Lechwerke (LEW) übernehmen alle erforderlichen Schritte – von der Beratung der Anlagenbetreiber und der Einbindung der Anlagen in das virtuelle Kraftwerk über die Vermarktung und die Abrechnung bis hin zur Ausschüttung der erzielten Erlöse. Eine Vermarktung von Regelleistung ist für Biogasanlagen bereits ab einer flexibel regelbaren Leistung von etwa 100 kW sinnvoll. Vor Ort muss dafür lediglich der LEW EnergieRegler eingebaut werden, der die leittechnische Anbindung an das LEW Flex-Kraftwerk übernimmt.

     

    „Die Einbindung in das LEW Flex-Kraftwerk sichert den Betreibern von Biogasanlagen optimale Teilnahmemöglichkeiten am Regelenergiemarkt, auch wenn sie alleine aufgrund der zu geringen Leistung nicht marktfähig wären“, sagt Andreas Bayer, Leiter des Teams Geschäftskunden bei den Lechwerken. Die Vermarktung der gebündelten „Kraftwerksleistung auf Abruf“ übernimmt das LEW-Team:

    Zu Beginn wird bei den Mitgliedern des virtuellen Kraftwerks abgefragt, an welchen Tagen und in welchen Zeitfenstern sie positive oder negative Regelenergie bereitstellen können. Die Kunden entscheiden dabei immer selbst, wann sie die Leistung ihrer Anlagen vermarkten wollen. Die eingegangenen Verfügungsoptionen platziert LEW dann in strategisch günstigen Paketen an den Auktionsbörsen.

     

    Regelenergie wird benötigt, um unvorhergesehene Schwankungen zwischen Einspeisung und Entnahme von Strom aus dem Netz kurzfristig auszugleichen. Biogasanlagen sind für die Bereitstellung von Regelenergie besonders gut geeignet, da sich ihre Erzeugungsleistung kurzfristig sowohl erhöhen als auch senken lässt. Sie können positive Regelenergie, also „Stromerzeugung auf Abruf“, ebenso zuverlässig liefern, wie im Rahmen der negativen Regelleistung schnell Erzeugungskapazitäten vom Netz nehmen.

     

    Dabei werden unterschiedliche Klassen der Regelenergie gehandelt: Leistungen der sogenannten Minutenreserve (Tertiärregelung) werden täglich auktioniert und müssen innerhalb von fünfzehn Minuten vollständig aktiviert oder wieder deaktiviert sein. Die Sekundärregelung wird wöchentlich ausgeschrieben. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Übertragungsnetzbetreiber die Regelleistung innerhalb von fünf Minuten automatisch abrufen kann.

     

    Von den Übertragungsnetzbetreibern wird bereits die Bereithaltung von Regelenergie vergütet. Allein für die Bereithaltung von 1 MW Minutenreserveleistung können im Jahr bis zu 20.000 Euro, bei der Sekundärregelleistung bis zu 50.000 Euro, erlöst werden. Im Falle eines erfolgten Abrufes erhalten die Anlagenbetreiber eine zusätzliche Vergütung der tatsächlich erbrachten Regelleistung.

     

    Das Handelsteam der Lechwerke startete bereits 2007 den Verkauf flexibler Erzeugungsleistungen, zunächst mit der Vermarktung von Kapazitäten eigener Wasserkraftwerke. Inzwischen umfasst das virtuelle Kraftwerk von LEW eine Vielzahl kleiner und größerer Anlagen und auch Industrieprozesse von Kunden aus ganz Deutschland: vom Notstromaggregat auf Sylt über Biogasanlagen im Allgäu bis hin zu Kühlhäusern oder Grafitöfen. Mittlerweile hat der Regelenergie-Pool eine Gesamtleistung von rund 700 MW. Das entspricht der Leistung eines großen Gaskraftwerks.
    Die LEW-Gruppe ist als regionaler Energieversorger in Bayern und Teilen Baden-Württembergs tätig und beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter. LEW versorgt Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom und Gas und bietet ein breites Angebot an Energielösungen. Die LEW-Gruppe betreibt das Stromverteilnetz in der Region und ist mit 36 Wasserkraftwerken einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern. Außerdem bietet LEW Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung und Telekommunikation an. Die Lechwerke AG (LEW) gehört zur innogy SE.

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