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    Lechwerke legen Geschäftsbericht für 2011 vor

    14. März 2012, Lechwerke AG

    Trotz schwierigem Marktumfeld stabiles Geschäftsergebnis – Energiewende im Fokus

     

    „Die Energiewende ist eine Generationenaufgabe. Wir sind als regionales Energieversorgungsunternehmen Teil der Lösung und werden mit Innovationen, unseren Kompetenzen und Stärken dazu beitragen, dass sie in der Region gelingt“, erklärte LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher anlässlich der Bilanzpressekonferenz der Lechwerke AG (LEW) zu den Geschäftszahlen für 2011, die heute in Augsburg stattfand.

    Im abgelaufenen Geschäftsjahr flossen 89 Millionen Euro in den Aufbau der Infrastruktur in der Region. Mit dieser Rekordsumme in der Unternehmensgeschichte investierte LEW in die Stromnetze, die Breitbandnetze und in neue Technologien im Zuge der Energiewende.

    Der Stromabsatz des regionalen Energieversorgungsunternehmens stieg von 13,4 Milliarden Kilowattstunden auf 14,7 Milliarden Kilowattstunden. Dazu trugen neue Abnehmer bei, die LEW im Segment der Energie-versorgungsunternehmen gewinnen konnte. Auch den Gasabsatz konnte das Unternehmen um 14 Prozent steigern. Im Bereich der Geschäfts-, Privat- und Gewerbekunden mussten die Lechwerke dagegen leichte Einbußen hinnehmen.

    „Das gesamte Marktumfeld gestaltete sich 2011 schwierig und war unstet. Trotzdem können wir ein stabiles Geschäftsergebnis zeigen“, erläuterte LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher.

    Der Gesamtumsatz der LEW-Gruppe wuchs um 18 Prozent auf 2,13 Milliarden Euro. Das betriebliche Ergebnis lag mit 138 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Das LEW-Nettoergebnis sank hingegen um 31 Millionen Euro auf 118 Millionen Euro. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, eine Dividende von 2 Euro je Stückaktie auszuschütten. Der Jahresüberschuss der Lechwerke AG konnte 2011 mit 71 Millionen Euro ebenfalls stabil gehalten werden.

    Ein Schwerpunkt im Bereich der Investitionen war der Neubau der 380-kV-Hochspannungs-Umspannanlage in Vöhringen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 7 Millionen Euro. Insgesamt haben die Lechwerke im abgelaufenen Geschäftsjahr für die Erneuerungen in der Hoch- und Höchstspannung 7,5 Millionen Euro ausgegeben und in der Mittel- und Niederspannung 5,8 Millionen Euro. Für die Einbindung von über zehntausend neuen Fotovoltaik-Anlagen und anderen EEG-Anlagen haben die Lechwerke 14,1 Millionen Euro investiert. Für neue Netzanschlüsse gab das Unternehmen 16,4 Millionen Euro aus und investierte für Neubau und Erneuerung von Umspannwerken etwa 12,5 Millionen Euro.

    Für das laufende Geschäftsjahr 2012 rechnet die LEW-Gruppe mit einem weiteren Anstieg der Umsatzerlöse. Entwicklungspotenzial besteht im Gasgeschäft, wo die Lechwerke ihre Marktposition weiter ausbauen wollen. Wachstum ist auch im Bereich der Telekommunikation durch den Breitbandausbau und innovative Angebote im Geschäftskundenbereich zu erwarten. Auch der weiter anhaltende Zubau von EEG-Anlagen in der Region wird zum Umsatzanstieg beitragen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen beim betrieblichen Ergebnis mit Stabilität. Die Dividende soll entsprechend auch 2012 auf konstantem Niveau bleiben.

    „Wir müssen wissen, welche Lösungen uns auf dem Weg zur Energieversorgung von morgen am besten voran bringen. Deshalb haben wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette innovative Energieprojekte aufgelegt“, erklärte LEW-Vorstandsmitglied Paul Waning.

    Ein solches Innovationsprojekt, das das Unternehmen vorantreibt, findet sich beispielsweise im Bereich Smart Grid, dem intelligenten Stromnetz der Zukunft. So werden die Lechwerke in diesem Jahr in einem Pilotprojekt in der Region neue Netztechnologien testen. Die zum Einsatz kommende Technik heißt autonomer Niederspannungsagent – kurz ANA. Um die Lastflüsse im Stromnetz steuern zu können, muss das Netz über variable Speicher und Verbraucher verfügen, die der sogenannte ANA ansteuern kann. Dies werden etwa Warmwasserspeicher, Wärmepumpen, Ladesäulen für Elektrofahrzeuge sowie Fotovoltaik-Anlagen mit Speichern sein. Das ANA-Projekt stellt für LEW einen Meilenstein auf dem Weg zum Netz der Zukunft dar.

    Weitere Felder der Innovationsprojekte in Sachen Energiewende sind die Themen Batteriespeicher im Privathaushalt oder die Weiterentwicklung der von LEW erfolgreich getesteten Eco Box Solar. Mit dieser kann Strom aus einer Fotovoltaik-Anlage direkt in Fahrzeugbatterien geladen werden. LEW testet derzeit drei Pilotanlagen.

    Des Weiteren arbeiten die Lechwerke zum Beispiel im Bereich der eigenen Erzeugung an einer effizienteren Nutzung der Wasserkraftwerke sowie dem weiteren Ausbau der Kapazitäten der Wasserkraft. „Mögliche Projekte werden nur mit den Menschen vor Ort gelingen“, betonte LEW-Vorstandsmitglied Paul Waning. Aus diesem Grund arbeite LEW unter anderem an der Umsetzung von Windkraftprojekten, an denen sich auch Bürger beteiligen können. Die Suche nach geeigneten Standorten in der Region läuft. Die Lechwerke sind zuversichtlich, hier entsprechende Projekte realisieren zu können.

    Im Vertriebsbereich verzeichnen die Lechwerke bei den Stromkunden einen leichten Rückgang, dem ein Zuwachs bei den Gaskunden gegenübersteht. Einen Schwerpunkt bei der zukünftigen LEW-Vertriebsarbeit wird der Ausbau der direkten Kommunikation zum Kunden sein. Ab Mai 2012 wird LEW den Online-Service für die Privatkunden erheblich erweitern. „Damit erhalten unsere Kunden die Möglichkeit, ihre Rechnungen online einzusehen und aufzurufen, die persönliche Datenpflege online vorzunehmen, eine Rechnungshistorie einzusehen, Kontoänderungen vorzunehmen und auch mehrere Konten zu verwalten. Den gesamten Online-Auftritt werden wir weiterentwickeln und auch Produkte in Zukunft über ein Online-Energiekaufhaus anbieten“, erklärte LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann.

    Die Lechwerke werden auch 2012 den aktiven Dialog mit den Bürgern fortsetzen. Aktuell laufen bereits die letztes Jahr erfolgreich begonnenen Bürgerdialogveranstaltungen wieder, bei denen sich das Unternehmen den Fragen der Kunden zur Energieversorgung von Morgen stellt.

    Die LEW-Gruppe ist als regionaler Energieversorger für rund 500.000 Kunden in Bayern und Teilen Baden-Württembergs tätig. LEW beschäftigt mehr als 1.700 Mitarbeiter, ist mit 35 Wasserkraftwerken einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung und Telekommunikation an. Die Lechwerke AG (LEW) gehört zur RWE-Gruppe.

    Zukunftsbezogene Aussagen:
    Diese Presseinformation enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Lechwerke AG und ihrer Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die das Unternehmen auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen hat. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen.

     

    Bildunterschrift: Neben den Geschäftszahlen 2011 erläuterten die LEW-Vorstandsmitglieder Paul Waning (v.l.n.r.), Dr. Markus Litpher und Norbert Schürmann, welche Bedeutung die Energiewende für die Lechwerke hat.