12. Februar 2019, Lechwerke AG

Ladenetz in Günzburg deutlich erweitert


Lechwerke nehmen zwei Gleichstrom-Schnellladestationen und fünf Wechselstrom-Ladesäulen in Betrieb – Förderung durch „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“

Das Angebot an Lademöglichkeiten für Elektroautos wurde in Günzburg deutlich ausgebaut: Sieben Stromtankstellen mit insgesamt 13 Ladepunkten haben die Lechwerke (LEW) gemeinsam mit verschiedenen Partnern gestern in Betrieb genommen: zwei Gleichstrom(DC)-Schnellladesäulen und fünf Wechselstrom(AC)-Ladesäulen. Sie werden alle über das sogenannte „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Im Rahmen des Förderprogramms hat LEW in den vergangenen Monaten in der gesamten Region insgesamt rund 60 neue Ladestationen (= 120 Ladepunkte) errichtet, davon 18 Gleichstrom-Schnellladesäulen.

„Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist für den Erfolg der Elektromobilität ganz entscheidend“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher. „Wir sind größter Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur in der Region und Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Mit unseren 270 Ladepunkten liegen wir beim Aufbau der Ladeinfrastruktur in unserer Region voll im Plan. Nun sind die Automobilhersteller am Zug, attraktive und bezahlbare E-Autos auf den Markt zu bringen. Dann wird sich die Elektromobilität in den nächsten Jahren sehr dynamisch entwickeln.“

 

Flächenkonzept aus DC-Ladestationen und AC-Ladestationen 

Das eigens entwickelte Flächenkonzept besteht aus einer Mischung von Gleichstrom-Schnellladestationen (DC-Ladestationen) entlang der Autobahnen und Fernstraßen sowie in Städten und Wechselstrom-Ladestationen (AC-Ladestationen) in den ländlichen Gebieten. Mit den neuen Stromtankstellen wird die Infrastruktur dem erwarteten zukünftigen Bedarf angepasst. Die Strommengen für alle LEW-Ladestationen werden ausschließlich regenerativ erzeugt, sodass CO2-freies Fahren möglich ist.

 

Sieben neue Ladestationen im Stadtgebiet und an der A8

Eine der beiden neuen Gleichstrom-Schnellladestation in Günzburg steht beim Landgasthof Hotel Linde im Ortsteil Deffingen in der Hauptstraße 2. „Durch die unmittelbare Nähe zur A8 und B16 ist unser Standort ideal für eine Schnellladestation. Die Fahrer der E-Autos können sich in unserem Gasthof stärken oder eines von vielen anderen Angeboten nutzen, während sie ihr Fahrzeug laden“, sagt Elmar Lutzenberger, Eigentümer und Betreiber des Landgasthof Hotel Linde. Dank Schnellladetechnologie und einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt dauert es an den neuen Gleichstrom-Schnellladestationen durchschnittlich nur 20 Minuten, bis der Akku eines Elektroautos zu 80 Prozent aufgeladen ist.

Die andere Gleichstrom-Schnellladestation befindet sich am Parkplatz vor dem Bahnhof (Ecke Siemensstraße). An diesem Standort steht außerdem auch eine der fünf neuen Wechselstrom-Ladestationen. Diese und zwei weitere Wechselstrom-Ladesäulen – eine vor dem Rathaus am Schlossplatz und eine am öffentlichen Parkplatz in der Schlachthausstraße – nahm LEW in Kooperation mit der Stadt Günzburg in Betrieb. Diese AC-Ladesäulen verfügen jeweils über zwei Ladepunkte mit einer Leistung von jeweils bis zu 22 Kilowatt. In Kooperation mit den Stadtwerken Günzburg (SWG) ging eine weitere AC-Ladesäule beim SWG-Verwaltungsgebäude in der Heidenheimer Straße 4 in Betrieb sowie eine Ladebox mit einem Ladepunkt (ebenfalls mit einer Leistung von bis zu 22 Kilowatt) in der städtischen Tiefgarage am Stadtberg 26.

Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur will die Stadt einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Als ausgezeichnete europäische Energie- und Klimaschutzkommune wollen wir die nötige Infrastruktur bereitstellen, damit mehr Leute auf Elektroautos umsteigen“, sagt Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. „Mit der schnellen Umsetzung unseres Ladeinfrastrukturkonzepts nimmt die Stadt Günzburg eine Vorreiterrolle in Nordschwaben ein, vor allem in Bezug auf die Ladesäulendichte in mittelgroßen Städten: 27 Ladepunkte stehen nun bereit.“

Weitere öffentliche AC-Ladestationen von LEW gibt es in Günzburg auf dem Parkplatz an der Kapuzinermauer, bei der Firma Axa in der Augsburger Straße 49, beim Legoland und an der Fertighauswelt am Kimmerle-Ring 2. Im Landkreis Günzburg gibt es zudem weitere öffentliche LEW-Ladesäulen in Burgau (2), Gundremmingen, Ichenhausen (2), Jettingen-Scheppach, Krumbach (4, davon eine 1 DC-Ladesäule), Offingen, Thannhausen.

Bezahlen können Fahrer von Elektroautos das Laden mithilfe der App „eCharge“ von innogy über Kreditkarte oder Paypal. Alternativ können Kunden mit dem Vertrag „LEW Autostrom“ oder der „LEW Autostrom Monatsflat“ für einen Pauschalpreis diese Ladestation unbegrenzt nutzen, ebenso wie rund 4.900 weitere Ladepunkte des innogy-Ladeverbunds. Auch Kunden mit dem Vertrag „LEW Business Autostrom“ können hier vertragsbasiert laden. Darüber hinaus ist die Ladesäule in das größte deutsche Roamingnetzwerk von Hubject eingebunden und kann somit auch von Kunden anderer Mobilitätsanbieter genutzt werden.

 

BMVI fördert neue LEW-Ladestationen mit rund 640.000 Euro 

Die rund 60 neuen Ladesäulen, die LEW in den vergangenen Monaten in der gesamten Region in Betrieb genommen hat,
kosten insgesamt rund 1,5 Millionen Euro und werden im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (LIS) mit rund 640.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Mit dem Bundesprogramm Ladeinfrastruktur unterstützt das BMVI den Aufbau von 5.000 Schnell- und 10.000 Normalladestationen mit insgesamt 300 Millionen Euro. Gefördert werden dabei nur Ladesäulen, die öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird von der NOW (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie) koordiniert.

Über die LEW-Gruppe
Die LEW-Gruppe ist als regionaler Energieversorger in Bayern und Teilen Baden-Württembergs tätig und beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter. LEW versorgt Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom und Gas und bietet ein breites Angebot an Energielösungen. Die LEW-Gruppe betreibt das Stromverteilnetz in der Region und ist mit 36 Wasserkraftwerken einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern. Außerdem bietet LEW Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung und Telekommunikation an. Die Lechwerke AG (LEW) gehört mehrheitlich zu innogy SE, einem führenden deutschen Energieunternehmen.

 

Bildunterschrift "DC-Ladestation Bahnhof":  In einer halben Stunde ist der Akku voll: Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (2.v.l.), Johann Stelzle, Vorstand der Stadtwerke Günzburg (links), Landtagsabgeordneter Alfred Sauter (2.v.r.) und LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher (rechts) nehmen die neue Gleichstrom-Schnellladestation am Bahnhof in Betrieb. Sie ist eine von sieben neuen LEW-Ladestationen in Günzburg.

Bildunterschrift "DC-Ladestation Deffingen 1":  Die zweite Gleichstrom-Schnellladestation in Günzburg hat LEW beim Landgasthof Hotel Linde an der A8 aufgestellt. Auch sie wurde gestern offiziell von LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher (rechts) und Elmar Lutzenberger, Eigentümer und Betreiber des Landgasthofs, in Betrieb genommen.

Bildunterschrift "DC-Ladestation Deffingen 2": Dank Schnellladetechnologie und einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt dauert es an der neuen Gleichstrom-Schnellladestation in Günzburg-Deffingen durchschnittlich nur 20 Minuten, bis der Akku eines Elektroautos zu 80 Prozent aufgeladen ist.

Bildnachweis: LEW / Bernhard Weizenegger

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