08. Februar 2019, Lechwerke AG

Neue Gleichstrom-Schnellladestation in Wertingen

In einer halben Stunde ist der Akku voll: Lechwerke nehmen in Wertingen erste Gleichstrom-Schnellladestation in Betrieb - Förderung durch „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“

Der Ausbau der Ladestationen für Elektroautos geht auch in Wertingen weiter. Die Lechwerke (LEW) haben dort gestern die erste öffentliche Gleichstrom-Schnellladestation in Betrieb genommen. Sie steht an der Esso-Tankstelle in der Augsburger Straße und ist eine von insgesamt 18 neuen LEW-Gleichstrom(DC)-Schnellladesäulen, die über das sogenannte „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert werden. Im Rahmen des Förderprogramms hat LEW in den vergangenen Monaten in der gesamten Region insgesamt rund 60 neue Ladestationen (= 120 Ladepunkte) errichtet.

„Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist für den Erfolg der Elektromobilität ganz entscheidend“, sagt Michael Kratzer, Leiter Key Account beim Großkundenvertrieb der Lechwerke, der die Ladestation am Standort initiiert hat. „Wir sind größter Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur in der Region und Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Mit unseren 270 Ladepunkten liegen wir beim Aufbau der Ladeinfrastruktur in unserer Region voll im Plan. Nun sind die Automobilhersteller am Zug, attraktive und bezahlbare E-Autos auf den Markt zu bringen. Dann wird sich die Elektromobilität in den nächsten Jahren sehr dynamisch entwickeln.“

 

Flächenkonzept aus DC-Ladestationen und AC-Ladestationen 

Das eigens entwickelte Flächenkonzept besteht aus einer Mischung von Gleichstrom-Schnellladestationen (DC-Ladestationen) entlang der Autobahnen und Fernstraßen sowie in Städten und Wechselstrom-Ladestationen (AC-Ladestationen) in den ländlichen Gebieten. Mit den neuen Stromtankstellen wird die Infrastruktur dem erwarteten zukünftigen Bedarf angepasst. Die Strommengen für alle LEW-Ladestationen werden ausschließlich regenerativ erzeugt, sodass CO2-freies Fahren möglich ist.

 

Idealer Standort an der Tankstelle

Die neue Gleichstrom-Schnellladestation in Wertingen steht auf dem Gelände der Esso-Tankstelle in der Augsburger Straße 31 – nur wenige hundert Meter von der Staatsstraße 2033 entfernt. „Durch die Nähe zur Umgehungsstraße ist der Standort ideal. Und während des Ladens können sich die Fahrer bei uns im Shop an der Kaffeetheke stärken. Oder die Zeit für eine Innenreinigung ihres Fahrzeugs nutzen, denn die Ladesäule steht direkt neben dem SB-Staubsauger“, sagt Tankstellenbetreiber Karl Klein. Dank Schnellladetechnologie und einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt dauert es an der neuen Gleichstrom-Schnellladestation durchschnittlich nur 20 Minuten, bis der Akku eines Elektroautos zu 80 Prozent aufgeladen ist.

„Elektromobilität ist für uns ein wichtiges Zukunftsthema“, sagt Willy Lehmeier, Erster Bürgermeister von Wertingen. „Die LEW-Schnellladesäule ist eine große Bereicherung für die Stadt, denn sie fügt sich hervorragend in unser Elektromobilitätskonzept ein, das Mitte dieses Jahres fertiggestellt wird.“

Eine weitere öffentliche LEW-Ladestation in Wertingen gibt es bei der Firma Schüco International in der Industriestraße 12. Dabei handelt es sich um eine Wechselstrom(AC)-Ladesäule mit zwei Ladepunkten mit einer Leistung von jeweils bis zu 22 Kilowatt. Im Landkreis Dillingen an der Donau gibt es drei weitere öffentliche LEW-AC-Ladesäulen in Bissingen, Höchstädt und Lauingen.

Bezahlen können Fahrer von Elektroautos das Laden mithilfe der App „eCharge“ von innogy über Kreditkarte oder Paypal. Alternativ können Kunden mit dem Vertrag „LEW Autostrom“ oder der „LEW Autostrom Monatsflat“ für einen Pauschalpreis diese Ladestation unbegrenzt nutzen, ebenso wie rund 4.900 weitere Ladepunkte des innogy-Ladeverbunds. Auch Kunden mit dem Vertrag „LEW Business Autostrom“ können hier vertragsbasiert laden. Darüber hinaus ist die Ladesäule in das größte deutsche Roamingnetzwerk von Hubject eingebunden und kann somit auch von Kunden anderer Mobilitätsanbieter genutzt werden.

 

BMVI fördert neue LEW-Ladestationen mit rund 640.000 Euro 

Die rund 60 neuen Ladesäulen, die LEW in den vergangenen Monaten in der gesamten Region in Betrieb genommen hat, kosten insgesamt rund 1,5 Millionen Euro und werden im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (LIS) mit rund 640.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Mit dem Bundesprogramm Ladeinfrastruktur unterstützt das BMVI den Aufbau von 5.000 Schnell- und 10.000 Normalladestationen mit insgesamt 300 Millionen Euro. Gefördert werden dabei nur Ladesäulen, die öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird von der NOW (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie) koordiniert.

Über die LEW-Gruppe
Die LEW-Gruppe ist als regionaler Energieversorger in Bayern und Teilen Baden-Württembergs tätig und beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter. LEW versorgt Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom und Gas und bietet ein breites Angebot an Energielösungen. Die LEW-Gruppe betreibt das Stromverteilnetz in der Region und ist mit 36 Wasserkraftwerken einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern. Außerdem bietet LEW Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung und Telekommunikation an. Die Lechwerke AG (LEW) gehört mehrheitlich zu innogy SE, einem führenden deutschen Energieunternehmen.

Bildunterschriften

Pressefoto 1: In einer halben Stunde ist der Akku voll: Gemeinsam mit Wertingens Erstem Bürgermeister Willy Lehmeier (links) und Karl Klein, Betreiber der Esso-Tankstelle (2.v.l.), nehmen LEW-Kommunalbetreuer Ulrich Endraß (2.v.r.) und Michael Kratzer, Leiter Key Account beim Großkundenvertrieb der Lechwerke (rechts), die neue Gleichstrom-Schnellladestation in Betrieb.

Pressefoto 2: Dank Schnellladetechnologie und einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt dauert es an der neuen Gleichstrom-Schnellladestation in Wertingen durchschnittlich nur 20 Minuten, bis der Akku eines Elektroautos zu 80 Prozent aufgeladen ist.

Bildnachweis für alle Fotos: LEW/ Thorsten Franzisi

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