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    E-Mobility: Definition und Geschichte

    Damals bis heute: Vom Elektromagnetismus zur Elektromobilität

    E-Mobility: Definition und Geschichte
    E-Mobility: Definition und Geschichte

    Die Automobilindustrie steht vor einem Umbruch - vielleicht dem größten in ihrer Geschichte. Das Auto der Zukunft fährt autonom und digital vernetzt. Und: Es wird - darin sind sich viele Experten einig - von einem Elektromotor angetrieben.

    Wie definiert sich Elektromobilität?

    E-Mobility-Definitionen sind im Alltag viele zu finden, die offizielle Version im Sinne der Bundesregierung lautet jedoch:

    „Elektromobilität umfasst all jene Fahrzeuge, die von einem Elektromotor angetrieben werden und ihre Energie überwiegend aus dem Stromnetz beziehen, also extern aufladbar sind. [...]“

    Quelle: http://www.bmu.de/themen/luft-laerm-verkehr/verkehr/elektromobilitaet/allgemeine-informationen/fahrzeugkonzepte-fuer-elektroautos/

    E-Mobility: Die Vorteile

    Was macht den Elektroantrieb für die Mobilität der Zukunft so attraktiv? E-Mobilität birgt für uns alle und vor allem auch für die Umwelt viele Vorteile. Die fossilen Ressourcen unseres Planeten werden knapper, Batterien hingegen immer günstiger und leistungsstärker. Umwelt- und Klimaschutz sorgen zusätzlich dafür, dass wir über den effizienten Einsatz von Energie nachdenken müssen.

    In Ballungszentren weltweit sind die Belastungsgrenzen für den Ausstoß von Stickoxiden, CO² und Feinstaub erreicht. Es drohen in vielen Regionen bei der Fahrzeug-Nutzung drastische Einschränkungen bis hin zu Fahrverboten.

    Piktogramm für Auto

    Der Elektromotor verursacht auf den Straßen keine Emissionen, er ist leise und günstig im Betrieb. Der Verband der deutschen Automobilwirtschaft (VDA) prognostiziert: Bereits im Jahr 2025 seien 15 bis 25 % aller neuzugelassenen PKWs mit einem Elektromotor ausgestattet. In rund zwei Jahren hätten die Hersteller hierzulande bereits mindestens 100 verschiedene E-Modelle im Portfolio.

    Piktogramm für Fahrrad

    Aber auch im Zweiradbereich ist die E-Mobilität angekommen:. 720.000 E-Bikes wurden 2017 laut Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) allein in Deutschland verkauft. Das bedeutet ein Plus von 19 % im Vergleich zum Vorjahr. 19 % sind es auch, die der Anteil der E-Bikes mittlerweile am Gesamt-Fahrradmarkt ausmacht. Mittelfristig sollen es nach Verbands-Schätzung 23 bis 25 %, langfristig bis zu 35 % sein.  

    Was sind die Voraussetzungen für den Umstieg auf E-Mobility?

    Ob auf zwei oder vier Rädern: Die Voraussetzung für eine Massentauglichkeit von Elektrofahrzeugen ist eine funktionierende Ladeinfrastruktur - auch im öffentlichen Raum.

    Die Lechwerke haben das Potenzial der Elektromobilität für Gesellschaft und Umwelt früh erkannt und sind zum Wegbereiter in der Region geworden. Bereits 1992 eröffneten sie eine Solarstromtankstelle in Memmingen. Heute bietet LEW sichere und schnelle Ladekonzepte für das Stromladen zu Hause, im Unternehmen und in der Öffentlichkeit an.

    LEW betreibt in Kürze rund 270 öffentliche Ladepunkte für E-Autos und ist Teil des innogy-eRoaming-Verbundes: Rund 160 Partner bieten mit diesem Zusammenschluss über 4.900 öffentliche oder halböffentliche Ladepunkte in Deutschland an.

    Die zeitliche Entwicklung von E-Mobility

    Schon im frühen 19. Jahrhundert beschäftigten sich kluge Köpfe mit der Entwicklung eines elektrischen Antriebs, um damit die damaligen Fortbewegungsmethoden zu revolutionieren. Hier gibt’s einen Überblick der wichtigsten Ereignisse:

    • 1821: Faradays "elektromagnetische Rotation"

      Der Engländer Michael Faraday entdeckte 1821 mit einem Experiment die „elektromagnetische Rotation“, die als Grundstein der Entwicklung des Elektromotors gilt. In seinem Versuch zeigte Faraday, dass sich ein stromdurchflossener Leiter unter dem Einfluss eines Dauermagneten um seine eigene Achse dreht.

    • 1835: Erstes elektrisch betriebene Modell-Schienenfahrzeug

      Thomas Davenport erfand das erste elektrisch angetriebene Modell-Schienenfahrzeug, dass auf einem Schienenkreis von etwa einem Meter Durchmesser fuhr. 1837 wurde ihm das Patent für seine Entwicklung erteilt. Zum Vorbild nahm er sich dabei die Experimente mit Elektromagneten des Physikers Joseph Henry.

    • 1838: Der Jacobi-Motor

      Moritz Hermann von Jacobi entwickelte einen der ersten einsatzfähigen Elektromotoren. Der Jacobi-Motor legte, verbaut in einem Elektroboot, eine Strecke von rund 7,5km mit ca. 2,5km/h zurück.

    • 1851: Die erste elektrisch betriebene Lokomotive

      Charles Grafton Page baute 1850 bis 1851 eine von zwei Elektromotoren angetriebene Lokomotive. Bei der Probefahrt am 28. April 1851 erreichte die Lokomotive kurzzeitig eine Spitzengeschwindigkeit von 31km/h. Dies war einer der ersten Fahrversuche in echter Testumgebung.  

    • 1881: Trouvé Tricycle

      Gustave Trouvé, ein französischer Physiker, entwickelte 1881 das elektrische dreirädrige Fahrrad „Trouvé Tricycle“ mit wieder aufladbarem Blei-Akku. Es gilt bis heute als das weltweit erste Elektrofahrzeug.

    • 1888: Das erste deutsche Elektroauto

      Die Coburger Maschinenfabrik A. Flocken baute 1888 das erste bekannte deutsche Elektroauto. Es wird vermutet, dass es sich bei diesem vierrädrigen Elektroauto um den weltweit ersten elektrisch angetriebenen Personenkraftwagen handelte. Das Elektroauto war ein hochrädriger Kutschwagen, ausgestattet mit einem Elektromotor.

    • 1890: Erstes Erfolgsmodell in England

      1890 entwickelte der Amerikaner William Morrison ein kutschenähnliches Elektrofahrzeug mit 2,5 PS. Die Spitzengeschwindigkeit lag bei rund 12km/h. Diese Erfindung gilt als erstes Erfolgsmodell der Geschichte.

    • 1896 - 1911: Elektromobilität boomt

      Alleine in den USA wurden rund 34.000 Elektrofahrzeuge (ca. 40 % aller gemeldeten Fahrzeuge) registriert. Weltweit gab es über 565 verschiedene Elektroauto-Marken. Der Belgier Camille Jenatzy erreichte 1899 mit seinem zigarrenförmigen Elektro-Rennwagen „La Jamais Contente“ als erster Mensch der Welt eine Spitzengeschwindigkeit von 105,88 km/h.

      Bekannt unter dem Namen „Lohner-Porsche“ stellte Ferdinand Porsche 1900 auf der Weltausstellung in Paris eines der ersten Hybridfahrzeuge vor.

    • 1911 - 1990: Das Ende der Elektromobilität

      Der Verbrennungsmotor erlebte 1911 einen neuen Aufschwung und löste das Elektroauto als gängiges Fortbewegungsmittel ab. Bis 1990 galten Elektroautos nur noch als Nischenprodukt der Hersteller, trotzdem waren diese nie ganz vom Markt verschwunden. Hersteller wie Mitsubishi und BMW entwickelten stätig neue Ideen rund um die elektrische Fortbewegung.

    • 1990 - 2003: Der Weg zurück auf die Straße

      Dank dem „Gesetz für stufenweises Anbieten von emissionsfreien Fahrzeugen“, fand das Elektroauto den Weg zurück in die Produktionsstätten der Automobilhersteller.

    • 2003 - 2020: Zukunftsthema E-Mobility

      Im Jahr 2003 entwickelte sich die Elektromobilität stark weiter: Kleine Firmen produzieren eigene Elektrofahrzeuge oder bauen vorhandene Serienfahrzeuge um. Im Jahr 2006 setzte Tesla Motors mit dem „Tesla Roadster“ neue Maßstabe im Bereich der elektronischen Fortbewegung. Seit 2013 sind besonders Hybridmodelle, die Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor, gefragt. 

      Das Ziel der Bundesregierung: Bis 2020 sollen auf deutschen Straßen eine Million Elektrofahrzeuge unterwegs sein. 2017 lag die Anzahl der zugelassenen Elektroautos in Deutschland bei rund 125.000.

      Deutschland will sich zudem durch Entwicklung und Forschung in der Batterietechnologie als Marktführer im Elektrofahrzeugsegment positionieren.



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