LEW-Energiefassade

Lässt sich Solarstrom rund um die Uhr und am besten auch ganzjährig nutzen? Innerhalb des Pilotprojekts „LEW-Energiefassade“ gehen die Lechwerke genau dieser Frage nach und testen erstmals den Einsatz einer Photovoltaikanlage an der Fassade.

Diese besondere Anlagenkonzeption soll künftig mindestens die Hälfte des Strombedarfs der LEW-Ausbildungswerkstatt decken. Da Sonnenstrahlen gleichmäßig über den Tag verteilt auf die senkrecht angebrachten Module treffen, erzeugt die Fassadenanlage kontinuierlich Strom. Leistungsspitzen, die bei Dachanlagen als Überschuss in das Netz eingespeist werden, sind spürbar abgeflacht.


Solarstrom gleichmäßig erzeugen und speichern

Innovative Technologien zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und deren Speicherung sind ein Baustein zum Gelingen der Energiewende. Dabei rückt insbesondere das Thema Eigenverbrauch bei Photovoltaikanlagen zunehmend in den Fokus. Mit verschiedenen Pilotprojekten erforscht LEW bereits seit Mai 2012 den Einsatz von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern in Privathaushalten. Nun folgt am LEW-Ausbildungszentrum in Augsburg-Oberhausen der Test für den Einsatz im gewerblichen Bereich.
Die senkrechte Montage an der Fassade ist bewusst gewählt: Zwar produzieren herkömmliche Dachanlagen zu Spitzenzeiten besonders viel Strom, der dann ins Stromnetz eingespeist wird. Doch fällt die Erzeugung in Monaten mit tiefstehender Sonne stark ab. Photovoltaikanlagen an der Fassade ermöglichen dagegen eine gleichmäßige Stromerzeugung über das gesamte Jahr. Die LEW-Energiefassade ist auf den Leistungsbedarf der Ausbildungswerkstatt ausgelegt. Bei einer Höhe von zwei Metern erstrecken sich die Solarmodule über 119 Meter entlang der Südfassade des Gebäudekomplexes an der Stuttgarter Straße.

Zum Pilotprojekt gehört auch ein Batteriespeicher auf Blei-Gel-Basis. Er lagert Solarstrom ein und gibt ihn bei Bedarf wieder ab. So soll die Lehrwerkstatt rund um die Uhr – auch bei unbeständigen Wetterverhältnissen – kontinuierlich mit Strom versorgt werden.

Basierend auf Wetterprognosen werden Erzeugung und Verbrauch sowie die Be- und Entladung der Batterie optimal aufeinander abgestimmt. Dadurch kann ein Maximum der solar erzeugten Energie vor Ort genutzt werden.



Anlagensteckbrief

Standort Augsburg
Betreiber Lechwerke AG
Inbetriebnahme Februar 2014

 

Anlagenleistung 29,750 kWp
Jahresproduktion ca. 24.693 kWh (830 kWh/kWp)
CO2-Vermeidung ca. 17,3 Tonnen jährlich

 

Module 119 x Q.Cells Modules q.Pro-G2 250 (04/2012)
Azimut  175°
Neigungswinkel 90°
Kommunikation Sunny Home Manager
Wechselrichter Sunny Island 6.0H
Sunny Tripower 17000TL-10
Sunny Tripower 9000TL-20

 
Für das Pilotprojekt am LEW-Gebäudekomplex Stuttgarter Straße verwendet LEW Produkte namhafter Hersteller:  

  • Solarzellen von Q-Cells
  • Batteriespeicher von IBC-Solar
  • Wechselrichter der Photovoltaikanlage und des Batteriespeichers von SMA
  • Leistung der Photovoltaikanlage liegt bei 29,75 kWp
  • Bruttospeicherkapazität 33 kWh, davon nutzbar 16 kWh

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