Neue Anforderungen an das Stromnetz

Im Projekt Smart Power Flow erprobt die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) den Einsatz eines großen Batteriespeichers in einem lokalen Niederspannungsnetz. Der Ortsspeicher soll das regionale Verteilnetz unterstützen und entlasten. Er ist der bislang größte Speicher seiner Art in Bayern.

 

Der Umbau der Energieversorgung in Deutschland hat große Auswirkungen auf die regionalen Stromnetze. Ursprünglich waren die Netze zum Verteilen des Stroms angelegt. Heute sammeln sie in Bayerisch-Schwaben vor allem Strom aus den zahlreichen Photovoltaik-Anlagen ein.

 

 

Die Herausforderung dabei: Bei starkem Sonnenschein erzeugen die PV-Anlagen gerade in der Mittagszeit besonders viel Strom. Oftmals sogar mehr als zu dieser Zeit im Ortsnetz verbraucht werden kann. Der überschüssige Strom muss dann über das regionale Verteilnetz in das Übertragungsnetz zurückgespeist werden.
Um eine Überlastung zu vermeiden, muss dafür heute bereits in vielen Fällen das Stromnetz ausgebaut werden. Ein großer Batteriespeicher kann den überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien lokal zwischenspeichern und später bei Bedarf wieder ins Ortsnetz abgeben.

Ziele des Forschungsprojekts Smart Power Flow

  • Lokaler Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch schaffen
  • Potenziale zur Vermeidung von Netzausbau identifizieren
  • verschiedene Betriebs- und Vermarktungsweisen des Ortsspeichers testen, beispielsweise Spannungshaltung, Blindleistungsmanagement, Frequenzregelung oder zukünftig Teilnahme am Regelenergiemarkt.

 

Projektpartner

Projektpartner bei dem auf drei Jahre angelegten Projekt sind das Reiner Lemoine Institut, dieSMA Solar Technology AG, die LEW Verteilnetz GmbH und der Speicherpionier Younicos AG. Smart Power Flow wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

 

 

Hier zur Pressemitteilung vom 2. September 2015

Weitere Informationen zum Projekt Smart Power Flow