Die Projektphasen und die Projektdauer

Projektphase 1: Aufbau der Infrastruktur

Die Lechwerke bauten in der Siedlung Wertachau ein eigenes Glasfasernetz für die Datenübertragung auf, an welches die teilnehmenden Haushalte direkt angeschlossen wurden. Als abgeschlossenes Siedlungsgebiet mit komplett verkabeltem Ortsnetz erfüllte die Wertachau die lokalen technischen Voraussetzungen für das Smart-Operator-Projekt.
In den 115 teilnehmenden Haushalten wurden die herkömmlichen Stromzähler gegen moderne, intelligente Zähler ausgetauscht, um Spannung und Verbrauch eines Haushalts zu messen und die ermittelten Werte über das Glasfasernetz zu übertragen. Auf Basis dieser Daten entwickelte die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) die Steuerungsmodelle für das Gehirn des intelligenten Stromnetzes, den Smart Operator.

Projektphase 2: Feldtest mit dem Smart Operator

In der zweiten Projektphase wurde der Smart Operator in das Stromnetz integriert. Parallel wurde das Netz um intelligente Bausteine wie Energiespeicher, Wärmepumpen und intelligente Haushaltsgeräte erweitert. Mit der offiziellen Inbetriebnahme im Juli 2014 hatte der Smart Operator seine Arbeit aufgenommen: Er ermittelte unter anderem anhand von Wetterprognosen die zu erwartenden Einspeiseleistungen sowie Lasten, Aufnahmefähigkeit und Speichermöglichkeiten im Stromnetz. Er stimmte diese Faktoren auf Basis der aktuellen Messwerte aufeinander ab und brachte sie in Einklang. Im Dezember 2016 wurde das Projekt nach erfolgreichem Betrieb abgeschlossen, um danach mit der Analyse und Auswertung zu beginnen. Der Abschlussbericht wurde im Juli 2017 vorgestellt.

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