30. Mai 2011

 

Stadion des FC Augsburg ist Preisträger im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen"


Ein CO2-neutrales Fußballstadion setzt in der Sportwelt ein grünes Zeichen


Der FC Augsburg spielt nach einer sehr erfolgreichen Saison ab sofort in der ersten Liga und auch das Augsburger Stadion spielt in Sachen Klimaschutz ganz oben mit: Zum Heizen und Kühlen der Arena werden ausschließlich erneuerbare Energien und Bio-Energie aus nachwachsenden Rohstoffen genutzt. Das spart im Vergleich zu konventionellen Stadien jährlich etwa 750 Tonnen CO2 ein. Die Energieversorger Lechwerke AG (LEW) und Stadtwerke Augsburg haben dieses Konzept gemeinsam entwickelt sowie umgesetzt und betreiben die Anlage seither für den FC Augsburg.

Mit diesem grünen Konzept ist das CO2-neutrale Fußballstadion einer von 365 Preisträgern, die jedes Jahr von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ in Kooperation mit der Deutschen Bank unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten prämiert werden.

„Preisträger im Wettbewerb ‚365 Orte im Land der Ideen‘ zu sein, ist ein Markenzeichen für Kreativität und Zukunftsfähigkeit. Mit großem Engagement und Leidenschaft machen die ‚Ausgewählten Orte‘ Innovationskraft in Deutschland sichtbar und geben wichtige Impulse für heute und morgen“, begründete Mathias Siebenlist in seiner Laudatio das Engagement der Deutschen Bank. „Dieses Engagement und die Leidenschaft hat auch die Mannschaft des FC Augsburg in der vergangenen Saison bewiesen“, sagte Mathias Siebenlist. „Ich freue mich schon jetzt gemeinsam mit dem FC Augsburg auf die Bundesligaspiele in diesem tollen, umweltfreundlichen Stadion.“

Das Herzstück der stadioneigenen Heiz- und Kühlanlage sind zwei Grundwasserwärmepumpen mit einer Heizleistung von je 645 Kilowatt. Zu Zeiten von Spitzenlasten wird ein mit regenerativem Erdgas betriebener Brennwertkessel zugeschaltet. Als Energiequelle für die Wärmepumpen dient das Grundwasser, das am Standort Lechfeld ganzjährig mit einer Temperatur von etwa zehn Grad verfügbar ist. Diese Temperatur reicht für die Wärmepumpen aus, um damit das Stadion zu beheizen. Im Sommer wird das Grundwasser für die Kühlung der Gebäude genutzt.

„Ein Energiekonzept für ein Fußballstadion zu entwickeln, war für alle Beteiligten von Anfang an ein sehr spannendes und interessantes Projekt“, erklärte LEW-Vorstandsmitglied Paul Waning. „Dass wir mit der Wärmepumpen-Technologie auf die richtige Energie-Strategie gesetzt haben, wird nun durch die Auszeichnung sichtbar. Wir sind sehr stolz ein ‚Ausgewählter Ort‘ im Land der Ideen zu sein.“

Anton Asam, Vertriebsdirektor der Stadtwerke Augsburg, kommentierte die Auszeichnung: „Umwelt- und Klimaschutz beginnen vor Ort. Nur durch innovative und dezentrale Lösungen auch in Kooperationen wie hier zwischen Stadtwerken und LEW können die Klimaschutzziele erreicht werden. Der Einsatz regenerativer Energien sowie Energieeffizienz sind der Schlüssel dazu. Die Auszeichnung zeigt, dass Ideenreichtum, Leidenschaft und Umsetzungsstärke belohnt werden und dass wir als Energieversorger auf dem richtigen Weg sind.“

„Es freut uns ganz besonders, dass wir auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken können und heute noch zusätzlich für unser Stadion ausgezeichnet werden“, fasst Andreas Rettig, Geschäftsführer des FC Augsburg, die aktuellen Erfolge zusammen. „Wir sind dankbar für die gute Zusammenarbeit mit der Lechwerke AG und den Stadtwerken Augsburg und hoffen, dass wir auch in Zukunft ein gutes Team sein werden.“

Aus 2.600 eingereichten Bewerbungen überzeugte das Energiekonzept des Augsburger Fußball-Stadions die unabhängige Jury.

An der Pressekonferenz, die heute in der Impuls Arena stattfand, nahmen auch teil Augsburgs Sport-Bürgermeister Peter Grab und Richard Goerlich, Gesamtleiter des Kulturprogramms „City of Peace“, das die Stadt Augsburg zur FIFA Frauen-WM 2011 gestartet hat. Sie stellten gemeinsam die Inhalte des Umweltmanagementprogramms zum bevorstehenden sportlichen Großereignis vor. Im Augsburger Stadion finden in den kommenden Wochen vier Spiele der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft statt.

 

 

Bildunterschrift: Das CO2-neutrale Stadion des FC Augsburg ist ein „Ort der Ideen“: Katharina Molthan, Repräsentantin der Initiative „Deutschland - Land der Ideen“ und Mathias Siebenlist von der Deutschen Bank (r.) überreichten die Auszeichnung an LEW-Vorstandsmitglied Paul Waning, FCA-Geschäftsführer Andreas Rettig und Stadtwerke-Vertriebsdirektor Anton Asam (v.l.n.r.). Augsburgs Bürgermeister Peter Grab (l.) stellte das Umweltmanagement der Stadt beim Frauen-WM-Rahmenprogramm vor.


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